In der Stadt Lawton sucht man umsonst nach großen vielstöckigen Gebäuden

Die Stadt von Lawton ist die Hauptstadt des Comanche County und liegt etwa 140 Kilometer südwestlich von Oklahoma City. 76 Kilometer südlich von Lawton liegt Wichita Falls, 53 Kilometer östlich liegt Duncan und 90 Kilometer westlich liegt Altus.

Lawton liegt in einem für die Great Plains typischen Gebiet mit Prärie, wenigen Bäumen und flacher Topographie mit sanften Hügeln. Nördlich der Stadt liegen die Wichita Mountains mit dem Mount Scott und dem Mount Pinchot. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 96.000 Bewohner. Lawton ist somit die fünftgrößte Stadt Oklahomas.

In der Stadt Lawton sucht man umsonst nach großen vielstöckigen Gebäuden

Erbaut im ehemaligen Indianerreservat der Kiowa, Comanche und Apachen wurde Lawton am 6. August 1901 gegründet. Namensgeber der Stadt ist Generalmajor Henry Ware Lawton, einem Medal-of-Honor Träger, der im Philippinisch-Amerikanischen Krieg (1892 – 1902) gefallen ist.

Der Lawton-Fort Sill Regional Airport

Lawtons Landschaft ist typisch für die Great Plains mit flacher Topographie und sanften Hügeln, während das Gebiet nördlich der Stadt von den Wichita Mountains geprägt ist. Die Nähe zu Fort Sill gab Lawton während des 20. Jahrhunderts wirtschaftliche Stabilität. Noch heute ist Lawtons Wirtschaft weitgehend von Fort Sill als größten Arbeitgeber abhängig, auch wenn sich in Lawton zahlreiche Produktionsbetriebe angesiedelt haben. Auch die Hochschulbildung, die Gesundheitsversorgung und der Einzelhandel sind wesentliche Faktoren für Lawtons Wirtschaft. Die Interstate 44 und drei US-Highways führen durch Lawton, auf dem Luftweg ist die Stadt über den Lawton-Fort Sill Regional Airport erreichbar.

Ein beliebtes Ausflugsziel: Der Quanah Parker Lake im Wichita Mountains Wildlife Refuge

Erholung finden die Bewohner Lawtons in den vielen Parks, Seen und Museen der Stadt und der Umgebung.

Lawton liegt in einem trockenen subtropischen Klima, mit häufigen Wetterveränderungen. Häufige starke Winde, meist aus dem Süden oder Süd-Südosten mildern das meist heiße Wetter im Sommer, während im Winter starke Winde aus dem Norden für gelegentliche Käl-teperioden sorgen. Die durchschnittliche mittlere Temperatur für den Südwesten Oklahomas beträgt 61,9 ° F (16,6 ° C). Lawton liegt in dem Gebiet, das als Tornado Alley bekannt ist und von Ende April bis Anfang Juni können heftige Unwetter entstehen. 1957 wurde Lawton von einem sogenannten Tornado der Kategorie F4 heimgesucht. 1979 verwüstete ein F3-Tornado Teile der Stadt.

Das heutige Oklahoma wurde zuerst von prähistorischen amerikanischen Indianern im Jahr 11500 v. Chr. besiedelt. Im 16. Jahrhundert entdeckte der spanische Forscher Francisco Vásquez de Coronado das Land.

Im 17. Jahrhundert besiedelten die Comanche-Indianer und die Kiowa-Indianer Oklahoma und Texas. Im 18. Jahrhunderts stand Oklahoma unter französischer Kontrolle. Die Kontakte zwischen den Europäern und den Indianern beschränkten sich auf den Pelzhandel.

Im Jahre 1803, brachte der „Louisiana Purchase“ von Thomas Jefferson auch Oklahoma unter US-Kontrolle.
Im Jahr 1830 verabschiedete der Kongress den „Indian Removal Act“, der die Indianer-stämme aus dem Südosten entfernt hatte und sie in das „Indian Territory“ westlich des Mississippi River drängte.

Das Gelände von Fort Sill wurde am 8. Januar 1869 von Major Gen. Philip H. Sheridan abge-steckt, der einen Angriff in das Indianer-Territorium führte, um Indianerstämme daran zu hin-dern, Grenzsiedlungen in Texas und Kansas zu überfallen.

1891 ernannte der Kongress der Vereinigten Staaten eine Kommission, um sich mit den Stammesführern zu treffen und zu einer Vereinbarung zu gelangen, die eine weiße Siedlung ermöglichte. Es folgten Jahre mit Kontroversen zwischen den Parteien, bevor Präsident Wil-liam McKinley am 4. Juli 1901 eine Proklamation verabschiedete, die der Regierung die Kon-trolle über ein 8.100 km2 großes Indianergebiet gab.
Diese Handlungen vernichteten alle Stammesansprüche auf kommunale Gebiete. Dies war eine Bedingung, die für die Zulassung von Oklahoma als Staat im Jahre 1907 erforderlich war.

Luftbildaufnahme von Lawton aus dem Jahr 1916

Am 6. August 1901 wurde eine Versteigerung eröffnet, die es Siedlern ermöglichte Land zu erhalten. Nach 60 Tagen wurde die Versteigerung geschlossen. Die ersten Städtewahlen fan-den am 24. Oktober 1901 statt.
Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg beschleunigte das Wachstum von Fort Sill und Lawton. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verzeichnete Lawton einen stetigen Bevölkerungszuwachs. Von 1940 bis 1950 stieg die Einwohnerzahl von 18.055 auf 34.757.

In den späten 1950er Jahren kaufte die Stadt große Grundstücke entlang des East Cache Creek im Norden des Comanche County für den Bau eines künstlichen Sees mit einem Damm. Der Bau dieses Sees wurde im Jahre 1959 durchgeführt.

Historisch und modern in einem Gebäude. Die City Hall von Lawton

1966 beschloss der Stadtrat die Erweiterung Lawton um mehrere Meilen an den östlichen, nordöstlichen, westlichen und nordwestlichen Grenzen der Stadt. Am 1. März 1964 wurde der Nordabschnitt des H. E. Bailey Turnpike fertig gestellt, der Lawton direkt mit Oklahoma City, der Hauptstadt, verbindet. In den 1970er Jahren wurde der Stadtkern Lawtons erneuert. Eine Reihe von Gebäuden aus der Gründung der Stadt wurden abgerissen, um ein Einkaufszent-rum zu bauen.

Am 23. Juni 1998 wurden die Grenzen von Lawton erneut erweitert. Das benachbarte Fort Sill war nun Teil von Lawton. Mit der Neuausrichtung von Fort Sill erwartet die Stadt Lawton für die nächsten 20 Jahren einen weiteren Bevölkerungszuwachs und dem damit verbundenen Wirtschaftswachstum.