Das NATO-Truppenstatut (NTS) regelt die Befreiung von Zöllen und damit verbundenen Steuern. Im Einzelnen lautet der einschlägige Art. XI Abs. 4 NTS:

„Eine Truppe kann ihre Ausrüstung und angemessene Mengen von Verpflegung, Versorgungsgütern und sonstigen Waren zollfrei einführen, die zur ausschließlichen Verwendung durch die Truppe und, falls der Aufnahmestaat dies genehmigt, auch zur Verwendung für das zivile Gefolge und die Angehörigen bestimmt sind. ( ... )"

Militärische und zivile Angehörige, die durch den BwBV USA West betreut werden, sind gemäß NATO-Truppenstatut berechtigt, zoll- und steuerfrei Versorgungsgüter des täglichen Bedarfs einzukaufen. Gleiches gilt für deren Angehörigen (Ehepartner, Kinder). Das NATO-Visum ist der Nachweis der Berechtigung zum Einkauf von Waren im Deutschen Laden. Ebenso gilt der NATO-Marschbefehl als Berechtigungsnachweis zum Einkauf im Deutschen Laden.

Ortskräfte sind nicht von dieser Steuerbefreiung begünstigt, weil sie gemäß NTS einen anderen Status besitzen als die zuvor genannten Personengruppen. Dies hat zur Folge, dass die Weitergabe von Waren, die von Zöllen und Steuern befreit sind, an Ortskräfte oder ehemalige Angehörige der Dienststelle nicht erlaubt ist.

Die Versorgung von Ortskräften mit Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere solchen, die dem deutschen Geschmack entsprechen und die hier im Aufnahmestaat nicht erhältlich sind, ist zulässig, auch wenn diese Waren keinen steuerlichen Preisaufschlag haben. 

Dies gilt jedoch nicht für hochverzollbare Waren (Tabakwaren, Spirituosen und Parfüms/Eaux de Toilette).

Angehörige von Dienststellen außerhalb der Bundeswehr sind ebenfalls berechtigt im Deutschen Laden einzukaufen, wenn sie nachweisen können, dass ihr Aufenthaltsstatus der der Regelung des NATO-Truppenstatuts entspricht (z.B. Botschaftsangehörige aufgrund des Wiener Abkommens). Ein Anspruch auf die Einkaufsmöglichkeit im Zollshop oder die Belieferung mit Waren besteht für diese Personengruppen jedoch nicht.